Lexikon: Dinkel

 

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Dieser Artikel befasst sich mit der Getreideart Dinkel. Zum Fluss Dinkel im niederländisch-deutschen Grenzgebiet siehe: Dinkel (Fluss). -----

Dinkel
Bild: Spelt.jpg
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: (Liliopsidae)
: Commelinaähnliche
(Commelinidae)
: Süßgrasartige (Poales)
: (Poaceae)
: (Triticum L.)
: Dinkel (T. spelta)

Dinkel (Triticum spelta L.) oder "Spelz" ist eine art und ein Vorläufer des heutigen . Bezeichnungen in anderen Sprachen: engl. Spelt, frz. Épeautre, it. Spelta, span. Espelta

Dinkel wird in jüngerer Zeit insbesondere im Ökologie|ökologischen Landbau wieder verstärkt angebaut. Ertragsmäßig bleibt er zwar hinter dem Weizen zurück, er verträgt jedoch raueres und ist resistenter gegen Krankheiten. Typische Anbaugebiete sind Schwaben (Sorten: Bauländer Spelz, Schwabenkorn), Franken (Land)|Franken (Frankenkorn), die und Belgien (Rouquin).

Im Unterschied zum ist das Dinkelkorn fest mit den Spelzen verwachsen, dadurch ist es zwar besser geschützt, die Verarbeitung erfordert aber einen zusätzlichen Verarbeitungsschritt – es muss (z.B. auf einem "Gerbgang") entspelzt werden.

Zum Teil wird ihm auch eine größere gesundheitliche Verträglichkeit zugeschrieben. Menschen mit Weizenunverträglichkeit können ihre komplett auf Dinkelmehl umstellen. Dinkel ist jedoch nicht Gluten|glutenfrei! Menschen mit , bzw. glutensensitiver Enteropathie dürfen keinen Dinkel oder Dinkelprodukte zu sich nehmen.

Dinkelmehl kann zwar einen höheren Klebergehalt besitzen als Weizenmehl – seine Backfähigkeit ist jedoch schlechter als die von reinem Weizen|Weizenmehl.

  • Typische Dinkelmehlprodukte in der Bäckerei sind in Oberschwaben "Seele (Begriffsklärung)|Seelen" und "Knauzenwecken".

Aus früheren Zeiten stammt die Tradition (wohl ausgelöst durch mehrere Missernten hintereinander), dass ein Teil des Dinkels schon vor der eigentlichen Reife (noch grün) geerntet wurde, um wenigstens über den Winter zu kommen. Dieses unreife Getreide war aber nicht lagerfähig, weshalb es gedarrt, d.h. getrocknet wurde. Dieses, genannte, Getreide ist aber nicht mehr backfähig. Es wird zu Suppen oder Grünkernküchle verarbeitet.

In der Nutztierfütterung spielt Dinkel keine große Rolle. Es gibt Versuche, Dinkel in der Pferdefütterung einzuführen, auf Grund des hohen Stärkegehaltes, der sehr schlechten Stärkeverfügbarkeit und der damit verbundenen Leberproblematik verzichten die meisten Futtermittelhersteller mittlerweile wieder darauf.


Weblinks

Kategorie:Süßgräser Kategorie:Nutzpflanze Kategorie:Getreide

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